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Diagnostik

Neurologische Bildgebung

Neurologische Bildgebung

Bei bildgebenden Verfahren in der Neurologie haben die Schnittbildverfahren (Computertomographie/CT und Magnetresonanztomographie/MRT) einen hohen Stellenwert. Eine CT zeigt sowohl Weichteile, als auch knöcherne Strukturen. Die MRT erfolgt ohne Röntgenstrahlung und stellt das Weichteilgewebe dar. Neurologische Erkrankungen wie beispielsweise Multiple Sklerose, Demenz oder Schlaganfälle können damit vorausgesagt, diagnostiziert und behandelt werden.

Mit Ultraschall können Gewebe und Strukturen im Körperinneren beurteilt werden. Die Dopplersonographie dient der Darstellung der Fließgeschwindigkeit in Arterien und Venen. Daneben können konventionelles Röntgen, Angiographie sowie nuklearmedizinische Verfahren wie beispielsweise DaTSCAN bei speziellen Fragestellungen zum Einsatz kommen. Mit Hilfe der Angiographie lässt sich die Durchlässigkeit und die Form von Blutgefäßen darstellen.

CT-, MR-Diagnostik sowie nuklearmedizinische Verfahren werden extern durchgeführt, ihre Ergebnisse werden von uns mit beurteilt und im Kontext der Diagnose eingeordnet.

Elektroencephalographie (EEG)

Elektroencephalographie (EEG)

Das Elektroencephalogramm (EEG) misst die Gehirnströme und dadurch die Hirnfunktionen mittels Elektroden. Störungen der Gehirnströme zeigen beispielsweise an, ob nach einem Schlaganfall eine Neigung zu epileptischen Anfällen besteht. Eine Elektroencephalographie kann auch bei Hirnschädigungen, Bewusstseinsveränderungen, Schlafstörungen, Raumforderung (z. B. Tumor) und zur Verlaufsüberwachung bei Epilepsie aufgezeichnet werden.

Während der Untersuchung trägt der Patient eine Kopfhaube, in welche 21 Elektroden gesteckt und über Kabel mit einem EEG-Gerät verbunden werden. Gemessen wird in ruhiger Haltung im Liegen oder Sitzen, die Untersuchung dauert ca. 20 Minuten. Sie bekommen einige Anweisungen, wie beispielsweise die Augen zu öffnen oder zu schließen. Anhand der gemessenen Hirnströme kann die Hirnaktivität beurteilt werden.

Elektroneurographie und -myographie (ENG/EMG)

Elektroneurographie (ENG) /
Elektromyographie (EMG)

Die Elektroneurographie (ENG) ist eine Untersuchung des Funktionszustandes der peripheren Nerven. Hierbei werden die Geschwindigkeit und die Antwortstärke bestimmt, mit der die Nerven elektrische Signale weiterleiten (Nervenleitgeschwindigkeit, Amplitude). Untersucht werden motorische (muskelversorgende) und sensible Nerven, die für Sinnesempfindungen zuständig sind. Die Nerven werden hierzu mit elektrischen Impulsen gereizt und die Reaktion wird mit Hilfe von auf der Haut aufgelegten Elektroden gemessen.

Die Elektroneurographie erfolgt z. B. bei Polyneuropathien, traumatischen Nervenverletzungen oder Karpaltunnelsyndrom.

Bei der Elektromyographie (EMG) wird die elektrische Funktion im Muskel selbst untersucht. Hierzu wird eine sehr kleine Messelektrode in den Muskel eingebracht (Nadel-EMG) und die elektrische Aktivität in Ruhe und bei Anspannung untersucht. Dadurch lässt sich feststellen, ob der Muskel, die Kontaktstelle zwischen Muskel und Nerv oder der zugehörige motorische Nerv geschädigt ist. Neben einer diagnostischen Zuordnung einer Nerven- oder Muskelerkrankung sind Aussagen über Schweregrad, Prognose, Regenerationszustand möglich.

Sie wird bei Nervenverletzungen, chronischen Muskelentzündungen (Myositis), Muskelschwäche (Myopathie), Nervenwurzelschädigungen z.T. in Kombination mit ENG durchgeführt.

Evozierte Potentiale (AEP/VEP/SSEP)

Evozierte Potentiale (AEP/VEP/SSEP)

Evozierte Potentiale (EP) liefern präzise Messungen der Leitungszeit in der stimulierten Leitungsbahn im Rahmen einer neurophysiologischen Untersuchung. Hierdurch können wir die Leit- und Funktionsfähigkeit von Nervenbahnen testen. Durch gezielte Reizung eines Sinnesorgans oder eines peripheren Nervens werden elektrische Potentiale im Nervensystem erzeugt. Hierzu werden einfache Reize wie visuelle Muster oder Töne mehrfach eingesetzt. Die Potentialänderungen in der Großhirnrinde können im Elektroenzephalogramm (EEG) gesehen werden.

Unser Spektrum umfasst:

  • Visuell evozierte Potentiale (VEP): Untersuchung von Schädigungen der Sehbahn.
  • Akustische evozierte Potentiale (AEP): Überprüfung der Leitfähigkeit der Hörbahn.
  • Somatosensibel evozierte Potentiale (SSEP): Prüfung der Leitfähigkeit der zentralen somatosensiblen Leitungsbahn und peripherer sensibler Nerven.
Dopplersonographie der hirnversorgenden Gefäße

Doppler- und Duplexsonographie
der hirnversorgenden Gefäße

Die Doppler-/Duplexsonographie ist eine spezielle Ultraschalluntersuchung, mit der die Blutströmung innerhalb der Gefäße dargestellt wird. Hiermit können wir die Strömungsgeschwindigkeit innerhalb des Blutflusses messen. So lässt sich erkennen, ob eine Verengung oder sogar der Verschluss eines Gefäßes vorliegt. Es werden Arterien am Hals und im Gehirn untersucht. Liegen krankhafte Veränderungen der Gefäßwand im Bereich der Halsschlagader (Arteria carotis) vor, kann dies einen Schlaganfall verursachen. Wir führen die Untersuchung auch zur Beurteilung unklarer Schwindelerkrankungen, bei rheumatischen Gefäßerkrankungen, Kopfschmerzen etc. durch. Bei Ultraschall-Untersuchungen werden keine gefährlichen Strahlen ausgesendet. Dank der Sonographie können bestimmte Erkrankungen frühzeitig erkannt und rechtzeitig therapiert werden.

Psychologische Testverfahren bei Hirnleistungs-/Gedächtnisstörungen

Psychologische Testverfahren bei
Hirnleistungs-/Gedächtnisstörungen

Zur Diagnostik und Beurteilung von Hirnleistungsstörungen nehmen wir neuropsychologische Testungen vor. Die Verfahren geben Auskunft über kognitive Fähigkeiten wie z. B. Aufmerksamkeit, Denken, Erinnerung, Konzentration und Sprache. Die neuropsychologischen Tests ergänzen die klinische Untersuchung und apparative Untersuchungen in der Diagnostik von kognitiven Defiziten bei neurologischen Erkrankungen wie z. B. Demenz, Parkinson-Demenz, Multiple Sklerose, Schlafapnoe-Syndrom und Restless-Legs-Syndrom.

Wir wenden unter anderem folgende standardisierte Tests an:

  • Mini Mental Status Test (Demenz, einfacher Übersichtstest)
  • DemTect (Demenz, ausführlicher Übersichtstest)
  • MoCA, Screeningtest milder kognitiver Störungen (MCI)
  • Uhrentest (Demenz, Schnell-Screening)
  • PANDA (Parkinson-Demenz)
  • IRLS (Restless-Legs-Syndrom)
  • Epworth-Schläfrigkeitsskala (ESS) Bewertung der Tagschläfrigkeit
Polygrafie

Polygraphie

Lautes Schnarchen kann ein Hinweis auf obstruktive Schlafapnoe sein. Bei dieser setzt die Atemtätigkeit kurz aus, es kommt zu einer Sauerstoffunterversorgung im Schlaf. Der Schlafende wacht kurz auf und holt Luft, dieser Vorgang wiederholt sich vielfach in der Nacht. Die ständig wiederkehrenden Weckreaktionen können einen erholsamen Tiefschlaf unmöglich machen. Verschiedene Symptome wie Tagesmüdigkeit treten auf. Durch den Sauerstoffmangel im Blutkreislauf und im Gehirn können schwere Folgeerkrankungen wie Herzrhythmusstörungen, erhöhtes Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko entstehen.

Für die Diagnostik und die Therapiekontrolle der Schlafapnoe setzen wir die Polygraphie ein. Sauerstoffversorgung und Atmung werden mit dem tragbaren Messgerät aufgezeichnet. Am nächsten Tag oder zu einem vereinbarten Termin geben Sie das Messgerät wieder in der Praxis ab. Die Daten werden ausgewertet und Ihr Arzt bespricht den Befund mit Ihnen.

Labor

Laboruntersuchungen

In unserer Praxis werden verschiedene Laboruntersuchungen durchgeführt. Hierdurch können manchmal neurologische Erkrankungen nachgewiesen werden. Häufig ist aber auch ein Überwachen bestimmter medikamentöser Behandlungen der Grund. Arzneimittel gegen Epilepsien können regelmäßige Spiegelbestimmungen erforderlich machen.

Eine etwaige Laboruntersuchung wird Ihr Arzt zunächst mit Ihnen besprechen. Die Entnahme einer Blutprobe muss durch den Arzt oder medizinisches Fachpersonal erfolgen. Nach der Analyse wird das Ergebnis mit Ihnen besprochen.

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